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Es gibt in Griechenland viele Bergdörfer, die Anogia heißen - kein Wunder, das Wort bedeutet soviel wie "hochgelegener Ort".
Unser Anogia im Bezirk
Rethymnon
auf
Kreta
hat allerdings einige Besonderheiten aufzuweisen.
Das stufenförmig angelegte Dorf ist mit ca. 2.500 Einwohnern nicht nur das größte, sondern mit 710 - 790 m.ü.M. auch eines der höchstgelegenen der Insel.
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Anogia trägt den Beinamen "Dorf der Witwen" wegen der Vergeltungsmaßnahmen deutscher Truppen während des II. Weltkrieges.
Widerstand gegen jegliche Besatzer hat hier wie generell auf Kreta eine weit zurückreichende Tradition.
In der Türkenzeit galten die hiesigen Partisanen als die gefährlichsten und entschlossensten.
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Die Bewohner Anogias hatten schon immer in Sachen Musik einen hervorragenden Ruf und sind auf ganz Kreta berühmt für ihre ausgezeichneten Tänzer und Volksmusikanten.
Einige der besten Musikerfamilien der Insel stammen von hier (Xilouris, Skoulas).
Seit einiger Zeit werden hier oben "Kretische Nächte" in ursprünglicher Umgebung angeboten.
Anogia als Zentrum für Schaf- und Ziegenzucht ist auch für seine schönen Webarbeiten bekannt.
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Die Perle des Dorfes ist ein kleines privates
Museum,
in dem die schönsten Objekte des Malers und Bildhauers Alkibiades Skoulas ausgestellt sind.
Im hohen Alter begann er, seine Lebenserinnerungen zu malen.
In naiv-einfachem Stil berichten seine Bilder vom Ende der türkischen Besatzung, vom Alltag der Menschen und von der leidvollen Geschichte des II. Weltkrieges.
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Text:
Ingo H. Dietrich
und
Michael Dirksen
Fotos:
Hermann Einemann,
Ingo H. Dietrich und
Matthias Konopka
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